Die Idee
Wie eine Sitzung funktioniert
Eine Gremium-Sitzung ist kein Chat und keine Plattform, sondern ein dokumentierter Lauf: eine Fragestellung, mehrere Modelle, zwei Runden, ein Protokoll. Der Ablauf wird von einem deterministischen Skript orchestriert — kein Modell steuert den Prozess, Modelle liefern ausschließlich Voten.
1 · Einberufung
Jede Sitzung beginnt mit einer präzisen Fragestellung, etwa: „Welche drei Interventionen bieten pro 1'000 € die höchste erwartbare Wirkung je Säule?" Einberufen werden Modelle aus drei verschiedenen AI-Familien (z. B. Anthropic, OpenAI, Google). Die Familien-Vielfalt ist Absicht: Sie verringert das Risiko, dass das Gremium nur das Echo einer einzigen Modelllinie produziert.
2 · Runde 1 — Einzelvotum
Jedes Modell erhält dasselbe Material: das Manifest, die Fragestellung und eine Liste von Referenzquellen. Es antwortet unabhängig — ohne die Voten der anderen zu kennen — mit einer begründeten Empfehlung je Säule und einer Konfidenzangabe (Kanon der Demut).
3 · Runde 2 — Gegenlese und Schlussvotum
Jedes Modell liest die Erstvoten der beiden anderen und gibt ein Schlussvotum ab: Wo revidiert es seine Position, wo hält es an ihr fest, und warum? Verbleibende Uneinigkeit wird nicht weggemittelt, sondern in einem eigenen Dissens-Abschnitt des Protokolls festgehalten.
4 · Protokoll und Veröffentlichung
Aus beiden Runden entsteht das Sitzungsprotokoll: Fragestellung, Teilnehmer-Modelle mit exakten Versionen, die wörtlichen Prompts, alle Einzelvoten mit Konfidenzen, der Dissens, die Empfehlungen mit Begründung — und die Kosten des Laufs in Euro, auf den Cent. Auch die unbearbeiteten Rohantworten der Modelle werden mitveröffentlicht. Das Protokoll wird in das öffentliche Repository übernommen; diese Site rendert es automatisch.
Was dieses Projekt nicht tut
Es nimmt kein Geld an. Empfehlungen verlinken auf die offiziellen Spendenwege der jeweiligen Organisationen — wer einer Empfehlung folgen will, tut das direkt bei der Organisation, ohne Umweg über dieses Projekt. Es gibt kein Konto, keinen Login, keine Kommentare und keinen Newsletter.
Warum radikale Transparenz?
AI-generierte Empfehlungen verdienen erst dann Vertrauen, wenn jeder Schritt nachprüfbar ist. Deshalb ist hier nichts kuratiert, was nicht auch im Rohzustand einsehbar wäre: Wer den Prompts misstraut, liest die Prompts. Wer der Zusammenfassung misstraut, liest die Rohantworten. Wer dem Projekt misstraut, liest den Quellcode.